Salzmann
AKTUELL: Einladung zur Ausstellung:
“visible and invisible borders” (Salzmann & Schönherr)

AUF UNBESTIMMTE ZEIT VERLÄNGERT!
Ausstellungszeiten:
Mo. - Fr. 10:00 Uhr - 17:00 Uhr
- zum Einlaß: BITTE KLINGELN -
Akademie für Publizistik | Warburgstraße 8-10 | 20354 Hamburg
http://www.akademie-fuer-publizistik.de/magazin/visible-and-invisible-borders/
Visible and invisible Borders –
4 Aspects of the Israeli-Palestinian Conflict
Der bereits Anfang des 20. Jahrhunderts beginnende territoriale Konflikt im damaligen englischen Mandatsgebiet Palästina ist vielschichtig und komplex in seiner Struktur - für den_die Außenstehende_n auf den ersten Blick schwer zu erfassen:
Visible and invisible Borders ist der Versuch 4 verschiedene Aspekte des Israelisch-Palästinensischen-Konfliktes wie er sich heute darstellt - sowie den Umgang mit seinen Auswirkungen innerhalb der Zivilbevölkerungen auf beiden Seiten aufzuzeigen und gegenüberzustellen.
Die Konfliktstruktur zwischen Teilen der israelischen Bevölkerung sowie den machthabenden Regierungen Israels - und auf der anderen Seite der Bevölkerung der besetzten Palästinensischen Gebiete sowie ihren Autonomiebehörden soll sichtbar gemacht werden.
Ihre unterschiedlichen Lebenswelten und Sichtweisen sind klar erkennbar und verdeutlichen sich anhand sich manifestierender Grenzen wie dem Sicherheitszaun zwischen dem Staat Israel und der West Bank (sowie Gaza), der nur teilweise entlang der Green Line von 1967 verläuft und in einigen Regionen aus einer 8-Meter hohen Betonmauer besteht. Diese Sperranlage und vielleicht zukünftige Grenzlinie ist nur über gut kontrollierte Check-Points der Israelischen Armee zu passieren - und das nur von bestimmten Personengruppen.
Darüber hinaus sind die verschiedenen ideologischen Strömungen innerhalb der Zivilgesellschaften spürbar, sozio-kulturelle Unterschiede äußern sich in Grenzüberschreitungen im Hinblick auf Menschenrechte und zugestandenem oder verwehrtem Rückkehrrecht. So finden noch immer Siedlungsbau in der West Bank und in Ost-Jerusalem statt sowie rechtlich und methodisch zweifelhafte Zwangsräumungen durch israelische Polizist_innen oder Soldat_innen - beispielsweise im Ostjerusalemer Stadtviertel Sheik Jarrah. Diese werden von lauten Protestveranstaltungen solidarischer Israelinnen und internationaler Friedensaktivist_innen begleitet.
„Stillen Widerstand“ gegen den israelischen Siedlungsbau leisten daneben ein 70jähriger Palästinenser und seine Familie, die nicht fotografiert werden wollten. Seit 1980 verlassen sie ihr selbst erbautes Haus in Beit Ljza nahe Ramallah nicht, obwohl sie seit diesem Zeitpunkt von allen vier Seiten von der neu erbauten israelischen Siedlung Giv´on Hahadasha umringt sind. Ein mehrere Meter hoher Drahtzaun und ein Stahltor trennen Palästinenser_innen und Siedler_innen.
Eine weitere Seite des Konfliktes zeigt sich in der Grenzregion zum Gaza-Streifen, in der immer wieder Kassam-Raketen nieder gehen. Die israelische Regierung baut aus diesem Grund seit 2008 Bunker an die Häuser, die in der Region stehen. Den Bewohnern eines Kibbuz in Nir`Am bieten diese Sicherheitsräume sowie zusätzliche Betonunterstände auf dem Gelände Schutz vor Einschlägen.
Trotz der gewaltbasierten Historie der Region ist der Mehrheit der Bevölkerungsgruppen der Wunsch nach Sicherheit, Frieden und wirtschaftlichem Aufschwung durch eine politische Lösung des Konfliktes gemein.
Eine Dokumentation von Schönherr und Salzmann aus dem Juli 2010.
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